Rosmarin richtig überwintern – So kommt das Mittelmeerkraut durch den Winter

Rosmarin richtig überwintern – So kommt das Mittelmeerkraut durch den Winter

Rosmarin (Salvia rosmarinus) gehört zu den beliebtesten mediterranen Kräutern. Während er im Sommer auf Balkon und Terrasse prächtig gedeiht, ist die Überwinterung die eigentliche Herausforderung – denn der mehrjährige Halbstrauch ist nur bedingt winterhart.

Sorten und Winterhärte

Nicht alle Rosmarin-Sorten sind gleich winterhart. Arp und Hill Hardy gelten als die frosttolerantesten Sorten und überstehen Temperaturen bis etwa -15 °C – im gut drainierten Boden und mit Winterschutz. Weihenstephan und Veitshöchheim sind ebenfalls relativ robust. Hängende und panaschierten Sorten sowie Tuscan Blue sind deutlich frostempfindlicher.

Überwinterung im Topf

Rosmarin im Topf ist deutlich frostempfindlicher als ausgepflanzte Exemplare, da der Wurzelballen ungeschützt durchfrieren kann. Das Winterquartier sollte hell und kühl sein: 5 bis 10 °C sind ideal, etwa in einem unbeheizten Wintergarten, hellen Treppenhaus oder kühlen Gästezimmer. Je wärmer der Standort, desto mehr Licht wird benötigt. Zugluft vermeiden.

Reduzierte Pflege im Winter

Im Winterquartier nur sparsam gießen – die Erde sollte zwischen den Wassergaben fast austrocknen. Gedüngt wird von Oktober bis März gar nicht. Ab April, wenn keine starken Fröste mehr drohen, kann der Rosmarin langsam wieder an die Außentemperaturen gewöhnt werden. Der Rückschnitt erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb.

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