Rosmarin – der mediterrane Klassiker für Garten und Balkon
Rosmarin ist der Inbegriff mediterraner Küche und gehört in jeden Kräutergarten. Der immergrüne Halbstrauch duftet intensiv nach ätherischen Ölen und verleiht Kartoffeln, Fleischgerichten und gegrilltem Gemüse eine unverwechselbare Note. Auch als Zierpflanze macht Rosmarin eine gute Figur – in Terrakotta-Töpfen auf der Terrasse oder als niedrige Hecke im Beet.
Am wohlsten fühlt sich Rosmarin an einem sonnigen, windgeschützten Platz mit durchlässigem, eher kargem Boden. Schwere Lehmböden sollten mit Sand und etwas Kalk aufgelockert werden, denn Staunässe verträgt der Mittelmeerbewohner überhaupt nicht. Ein zu nährstoffreicher Boden fördert weiches Gewebe, das im Winter leichter erfriert. Gegossen wird Rosmarin nur sparsam – lieber zu wenig als zu viel.
Viele Sorten sind hierzulande nur bedingt winterhart. Empfehlenswerte frostfeste Züchtungen sind ‚Arp‘, ‚Veitshöchheim‘ und ‚Blaulippe‘, die Temperaturen bis etwa -15 °C überstehen. In rauen Lagen sollte Rosmarin dennoch mit einer dicken Mulchschicht aus Laub oder Reisig geschützt werden. Topfpflanzen überwintern am besten hell und kühl bei 5 bis 10 °C. Zum Ernten schneidet man ganze Zweige ab – das regt, ähnlich wie beim Basilikum, einen buschigen Wuchs an. Die Nadeln können frisch oder getrocknet verwendet werden und behalten ihr Aroma mehrere Monate.
Rosmarin lässt sich im Frühsommer problemlos über Stecklinge vermehren. Ein etwa 10 cm langer, nicht verholzter Trieb wird in ein sandiges Substrat gesteckt und gleichmäßig feucht gehalten. Nach drei bis vier Wochen ist er bewurzelt.