Kräuter auf der Fensterbank – ganzjährig frisch ernten

Kräuter auf der Fensterbank – ganzjährig frisch ernten

Frische Kräuter das ganze Jahr über – eine Fensterbank-Kräuterecke macht es möglich. Ob Basilikum, Schnittlauch, Petersilie oder Koriander: Mit der richtigen Technik gedeihen viele Küchenkräuter auch im Haus hervorragend. Der entscheidende Faktor ist ausreichend Licht, denn im Winter reicht das Tageslicht am Fensterbrett oft nicht aus.

Süd- und Westfenster bieten die besten Lichtverhältnisse. An Nordfenstern oder im tiefen Winter lohnt sich eine Pflanzenleuchte, die täglich 12 bis 14 Stunden brennt. Die ideale Raumtemperatur liegt bei 18 bis 22 °C – direkt über der Heizung ist die Luft zu trocken, was Spinnmilben und Blattläuse anzieht. Ein mit Wasser gefülltes Schälchen auf der Heizung oder regelmäßiges Besprühen erhöht die Luftfeuchtigkeit.

Das richtige Substrat ist entscheidend: Hochwertige Kräutererde ist durchlässiger und weniger vorgedüngt als normale Blumenerde. Töpfe sollten unbedingt ein Abzugsloch haben. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies verhindert Staunässe – der häufigste Grund für Kräutertod auf der Fensterbank. Gegossen wird, sobald die oberste Erdschicht abgetrocknet ist, immer mit zimmerwarmem Wasser. Gedüngt wird zurückhaltend: Ein organischer Flüssigdünger einmal im Monat genügt.

Für Anfänger eignen sich besonders Schnittlauch, Minze und Zitronenmelisse – sie sind robust und verzeihen auch mal einen Pflegefehler. Etwas anspruchsvoller, aber ebenso lohnend sind Basilikum und Koriander. Auch Rosmarin und Thymian gedeihen im Haus, brauchen aber einen sehr hellen Platz und eine kühle Nachtphase am Fensterbrett.

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