Lavendel im Garten: Der mediterrane Klassiker für sonnige Beete
Lavendel (Lavandula angustifolia) gehört zu den beliebtesten Stauden in heimischen Gärten – und das aus gutem Grund. Mit seinen silbrig-grünen Blättern und den intensiv duftenden, violett-blauen Blütenähren bringt er mediterranes Flair in jedes Beet. Ursprünglich in den trockenen Küstenregionen des Mittelmeerraums beheimatet, hat sich der Echte Lavendel längst auch in Mitteleuropa etabliert.
Standort und Boden
Lavendel liebt die Sonne. Ein vollsonniger Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung ist ideal. Der Boden sollte durchlässig, eher nährstoffarm und kalkhaltig sein. Schwere Lehmböden verträgt Lavendel schlecht – hier hilft eine großzügige Beimischung von Sand und Kies. Staunässe ist der größte Feind dieser Pflanze und führt rasch zu Wurzelfäule.
Pflege und Schnitt
Die Pflege von Lavendel ist erfreulich unkompliziert. Gedüngt wird nur zurückhaltend, am besten mit etwas Kompost im Frühjahr. Der entscheidende Pflegeschritt ist der Rückschnitt: Nach der Blüte im August werden die Triebe um etwa ein Drittel eingekürzt. Ein zweiter, leichter Schnitt im März fördert einen kompakten Wuchs und verhindert das Verholzen. Ohne regelmäßigen Schnitt vergreist die Pflanze und blüht zunehmend spärlicher.
Sortenvielfalt und Verwendung
Neben dem klassischen blauen Echten Lavendel gibt es zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben und Wuchshöhen. ‚Hidcote Blue‘ bleibt mit etwa 30 cm kompakt und eignet sich hervorragend für Beeteinfassungen. ‚Munstead‘ ist besonders winterhart und blüht in einem kräftigen Violett. Für die Duftgewinnung empfiehlt sich der Lavandin (Lavandula × intermedia), der einen besonders hohen Ölgehalt aufweist. Im Garten lässt sich Lavendel vielfältig einsetzen: als duftende Beeteinfassung, in Steingärten, als Begleiter von Rosen oder in Kübeln auf der Terrasse. Auch als Bienenweide ist er unschlagbar – kaum eine andere Staude wird im Hochsommer so intensiv von Bienen und Schmetterlingen besucht.