Stauden teilen und vermehren — So verjüngst du deinen Garten
Stauden sind die dankbarsten Gartenbewohner: Sie kommen jedes Jahr wieder, werden größer und üppiger — und lassen sich kinderleicht vermehren. Das Teilen von Stauden ist nicht nur eine kostenlose Vermehrungsmethode, sondern auch eine wichtige Pflegemaßnahme. Viele Stauden vergreisen nach einigen Jahren — die Mitte verkahlt, die Blüte lässt nach. Die Teilung verjüngt die Pflanze und gibt ihr neue Vitalität.
Wann teilt man Stauden?
Frühjahrsblüher (Pfingstrosen, Tränendes Herz) werden nach der Blüte im September/Oktober geteilt. Sommer- und Herbstblüher (Sonnenhut, Astern, Herbstanemonen) teilt man im zeitigen Frühjahr (März/April). Faustregel: Teile die Staude in ihrer Ruhephase — also wenn sie nicht in voller Blüte steht. Ein bewölkter, kühler Tag ist ideal, um den frisch geteilten Pflanzen Stress zu ersparen.
So geht’s richtig
- Ausgraben: Die gesamte Pflanze mit der Grabegabel großzügig ausgraben. Nicht zu nah am Wurzelstock ansetzen — die Wurzeln reichen weiter, als man denkt.
- Teilen: Große Horste mit zwei Grabegabeln auseinanderhebeln (Rücken an Rücken in den Wurzelstock stechen und auseinanderdrücken). Kleinere Stauden mit einem scharfen Spaten oder Messer teilen. Jedes Teilstück sollte 2—3 Triebknospen und gesunde Wurzeln haben.
- Sortieren: Die äußeren, jungen Teilstücke sind die vitalsten. Das Innere (der alte, verholzte Kern) kommt auf den Kompost.
- Neupflanzung: Pflanzloch vorbereiten, Kompost einarbeiten, Teilstück einsetzen, gut angießen. Nicht tiefer pflanzen als vorher!
- Pflegen: Die ersten 4—6 Wochen gleichmäßig feucht halten, bis neue Wurzeln gebildet sind.
Welche Stauden sollte man NICHT teilen?
Pfingstrosen sollten nur im absoluten Ausnahmefall geteilt werden — sie blühen nach der Teilung oft jahrelang nicht. Auch Tränendes Herz, Elfenblume und Küchenschelle reagieren empfindlich. Diese Arten besser über Stecklinge oder Aussaat vermehren.
FAQ
Wie oft sollte man Stauden teilen? Die meisten Stauden alle 3—5 Jahre. Horstbildende Gräser wie Pampasgras alle 3 Jahre, robuste Arten wie Sonnenhut und Astern alle 3—4 Jahre, Pfingstrosen möglichst nie.







