Astern pflanzen und pflegen – Farbenfrohe Herbstblüher für Beete und Rabatten



Astern pflanzen und pflegen – Farbenfrohe Herbstblüher für Beete und Rabatten
Wenn die meisten Sommerblumen schon verblüht sind, laufen Astern (Aster) zur Höchstform auf. Die farbenfrohen Korbblütler sind die unangefochtenen Stars des Herbstgartens und sorgen mit unzähligen sternförmigen Blüten in Weiß, Rosa, Violett und Blau für einen fulminanten Saisonabschluss. Kein Wunder, dass der botanische Name Aster aus dem Griechischen stammt und schlicht „Stern“ bedeutet.
Die Gattung umfasste ursprünglich über 600 Arten, wurde botanisch jedoch neu geordnet. Für den Gärtner relevant sind vor allem die Herbst-Astern (Symphyotrichum), die Raublatt-Astern (Eurybia) und die klassischen Sommer-Astern (Aster amellus und Callistephus). Die Vielfalt ist enorm – von der kompakten Kissensorte bis zur mannshohen Wildaster gibt es für jeden Garten die passende Sorte.
Standort und Bodenansprüche
Die meisten Astern bevorzugen sonnige Standorte, wobei die Raublatt-Astern und einige Wildarten auch mit halbschattigen Plätzen zurechtkommen. Je mehr Sonne, desto üppiger und gesünder die Blüte. Die Bodenansprüche variieren je nach Art:
- Raublatt-Astern (Eurybia): Bevorzugen frische, humusreiche Böden im Halbschatten. Sehr anpassungsfähig.
- Glattblatt-Astern (Symphyotrichum): Brauchen nährstoffreichen, frischen Boden an sonnigem Standort. Regelmäßige Wassergaben sind wichtig.
- Berg-Aster (Aster amellus): Gedeihen auf kalkhaltigen, eher trockenen und durchlässigen Böden. Ideal für Steingärten und sonnige Böschungen.
Pflanzung und Pflege im Jahresverlauf
Die beste Pflanzzeit für Astern ist das Frühjahr, sodass die Pflanzen bis zum Herbst gut eingewurzelt sind. Containerware kann grundsätzlich die ganze Saison über gepflanzt werden. Der Pflanzabstand sollte je nach Wuchshöhe 30 bis 80 Zentimeter betragen.
Düngung und Wässern
Astern sind überwiegend Starkzehrer. Eine Frühjahrsdüngung mit Kompost und eine zweite Gabe im Juni sichern die Nährstoffversorgung. Besonders wichtig: Ausreichendes Gießen, vor allem bei Trockenheit. Trockenstress führt zu verkümmerten Blüten und erhöht die Anfälligkeit für Mehltau. Gegossen wird bodennah, Staunässe sollte vermieden werden.
Rückschnitt und Teilung
Nach der Blüte im Spätherbst werden die Stängel bodennah abgeschnitten. Astern sollten alle drei bis vier Jahre geteilt werden, um die Vitalität zu erhalten. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. Die Teilstücke werden sofort wieder eingepflanzt und kräftig angegossen.
Stützen
Hohe Sorten wie die Raublatt-Aster neigen zum Auseinanderfallen. Ein rechtzeitig im Frühjahr angebrachter Staudenring oder ein Stützgestell beugt dem vor. Der sogenannte „Chelsea Chop“ – ein Rückschnitt um ein Drittel Ende Mai – fördert zudem einen kompakteren, standfesteren Wuchs.
– Astern-Zubehör bei Amazon:
Die schönsten Astern-Sorten für den Garten
- Raublatt-Aster ‚Herbstschnee‘: Die bekannteste Sorte. Unzählige weiße Blüten mit gelber Mitte, wird bis zu 140 cm hoch. Blüte: September bis Oktober.
- Glattblatt-Aster ‚Purple Dome‘: Kompakte Sorte mit leuchtend violetten Blüten, nur 40-50 cm hoch. Perfekt für den Beetvordergrund. Blüte: September bis Oktober.
- Myrten-Aster ‚Snowflurry‘: Flach wachsende, immergrüne Teppich-Aster mit unzähligen winzigen weißen Blüten. Höhe: 15 cm. Ideal als Bodendecker.
- Kissen-Aster ‚Apollo‘: Weiß blühende Polsteraster, die im Mai und Juni blüht und kompakte Kissen bildet. Höhe: 20–30 cm.
- Berg-Aster ‚Veilchenkönigin‘: Tiefviolett blühende Sorte für trockene, kalkhaltige Standorte. Eine der schönsten Berg-Astern. Höhe: 50–60 cm.
Die häufigsten Krankheiten und Probleme
Astern sind leider für einige Krankheiten anfällig, besonders der Echte Mehltau ist ein bekanntes Problem. Hier die wichtigsten Maßnahmen:
- Echter Mehltau: Weißer Belag auf den Blättern. Vorbeugung durch ausreichende Wasserversorgung, gute Luftzirkulation und resistente Sorten (z. B. Aster amellus-Sorten). Behandlung mit Milchspritzung oder Netzschwefel.
- Asternwelke: Eine Pilzerkrankung, bei der Pflanzen plötzlich welken. Befallene Pflanzen sofort entfernen und entsorgen. An derselben Stelle mehrere Jahre keine Astern mehr pflanzen – der Pilz hält sich im Boden!
- Schnecken: Besonders im Frühjahr gefährden Schnecken die jungen Austriebe.
Astern im Garten kombinieren
Astern sind ausgezeichnete Partnerpflanzen im Beet. Besonders schöne Kombinationen ergeben sich:
- Mit Ziergräsern wie Chinaschilf oder Lampenputzergras – ein klassisches Duo des Herbstgartens
- Mit Sonnenhut (Echinacea) und Sonnenbraut (Helenium) – für ein Präriebeet-Feeling
- Mit Chrysanthemen und Fetthenne – für ein reines Herbstbeet
- Mit rosafarbenen Anemonen – besonders edel wirken die Kombination aus violetten Astern und rosa Herbst-Anemonen
– Mehr für Ihren Herbstgarten:
Fazit: Astern – unverzichtbare Herbstblüher
Astern sind die Brücke zwischen Sommer und Herbst im Garten. Sie bieten Bienen und Schmetterlingen späte Nahrung, wenn andere Blütenquellen schon versiegt sind, und sorgen für Farbe und Struktur, wenn der Garten langsam zur Ruhe kommt. Mit der richtigen Sortenwahl – von der Frühlings-Kissenaster bis zur hohen Herbstaster – können Sie eine durchgehende Asternblüte von Mai bis November genießen. Und wer den Pflegebedarf kennt, wird mit den sternförmigen Blüten jede Saison aufs Neue belohnt.





