Anthurium Pflege – Flamingoblume richtig pflegen



Anthurium – Die exotische Flamingoblume richtig pflegen
Die Anthurium, im Deutschen auch Flamingoblume genannt, gehört zu den auffülligsten blühenden Zimmerpflanzen. Mit ihren herzförmigen, leuchtend roten Hochblättern und dem markanten gelben Blütenkolben zieht sie alle Blicke auf sich. Urspränglich in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas beheimatet, hat sie sich weltweit als beliebte Zierpflanze etabliert. Neben der klassischen roten Variante gibt es zahlreiche Zächtungen in Rosa, Weiß, Lachs und sogar fast Schwarz. Eine gut gepflegte Anthurium kann bei optimaler Pflege das ganze Jahr über blühen – jede einzelne Blüte hält dabei beeindruckende sechs bis acht Wochen.
Der optimale Standort für Ihre Flamingoblume
Die Anthurium bevorzugt einen hellen, warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein Ost- oder Westfenster ist ideal. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden, da sie die empfindlichen Blätter und Hochblätter verbrennen kann. Die optimale Temperatur liegt ganzjährig bei 20-25 °C. Im Winter sollte die Temperatur nicht unter 16 °C fallen – die tropische Pflanze verträgt keine Kälte.
Besonders wichtig: Die Anthurium reagiert empfindlich auf Zugluft und trockene Heizungsluft. Vermeiden Sie Standorte in der Nähe von Fenstern, die häufig geöffnet werden, und stellen Sie die Pflanze nicht direkt über einen Heizkörper. Ein Standort im Badezimmer mit Tageslicht ist ideal, da die dort herrschende hohe Luftfeuchtigkeit dem natürlichen Tropenklima nahekommt.
Die richtige Bewässerung
Als tropische Pflanze benötigt die Anthurium einen gleichmäßig feuchten Wurzelballen, verträgt aber keinerlei Staunässe. Gießen Sie mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser – idealerweise Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Die oberste Erdschicht sollte zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. Als Faustregel gilt: Im Sommer etwa zweimal pro Woche, im Winter einmal pro Woche gießen.
Die Luftfeuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden der Anthurium. Tägliches Besprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser aus der Sprühflasche simuliert die tropische Umgebung und fördert gesundes Wachstum. Achten Sie jedoch darauf, die Blüten nicht direkt zu besprühen – Wassertropfen auf den farbigen Hochblättern können unschöne Flecken hinterlassen. Eine alternative Methode ist das Aufstellen einer mit Wasser und Kies gefüllten Schale in direkter Nähe zur Pflanze.
Düngung und Nährstoffversorgung
Für eine kontinuierliche Blütenproduktion benötigt die Anthurium regelmäßige Nährstoffgaben. Verwenden Sie während der Wachstumsphase von März bis Oktober alle zwei Wochen einen Flüssigdünger mit hohem Kaliumanteil. Der Compo Grünpflanzendünger bietet eine ausgewogene Nährstoffversorgung für alle Blatt- und Blühpflanzen. Im Winter reduzieren Sie die Düngung auf einmal pro Monat.
Achtung: Die Anthurium reagiert empfindlich auf zu hohe Salzkonzentrationen im Substrat durch Überdüngung. Verwenden Sie den Dünger in halber Konzentration, wenn Sie unsicher sind. Ein Zeichen für Überdüngung sind braune Blattränder. In diesem Fall spülen Sie das Substrat mehrmals gründlich mit klarem Wasser durch.
Umtopfen und Substrat
Die Anthurium sollte etwa alle zwei Jahre im Frühjahr umgetopft werden. Sie bevorzugt ein lockeres, humusreiches Substrat mit guter Drainage. Eine Mischung aus Orchideenerde und Blumenerde im Verhältnis 1:1 hat sich bewährt, da sie ausreichend Nährstoffe speichert und gleichzeitig luftig genug für die empfindlichen Wurzeln ist. Die COMPO SANA Orchideenerde eignet sich hervorragend als Basissubstrat für die Mischung.
Wichtig: Anthurien sind leicht giftig – alle Pflanzenteile enthalten Calciumoxalat-Kristalle und giftige Saponine. Tragen Sie beim Umtopfen Handschuhe und waschen Sie sich danach gründlich die Hände. Stellen Sie die Pflanze außer Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
Blütezeit und Pflege der Blüten
Eine Besonderheit der Anthurium: Was wir als Blüte wahrnehmen, ist eigentlich ein farbiges Hochblatt (Spatha), das den unscheinbaren Blütenkolben (Spadix) umgibt. Die eigentlichen kleinen Blüten sitzen auf diesem Kolben. Bei guter Pflege kann die Anthurium durchgehend blühen und produziert das ganze Jahr über neu Blütenstände.
Verblühte Blumen sollten Sie mitsamt dem Stängel bodennah abschneiden, um die Bildung neur Blüten anzuregen. Verwenden Sie eine scharfe, saubere Schere. Auch vergilbte oder beschädigte Blätter können jederzeit entfernt werden. Zur Blattpflege gehört das regelmäßige Abwischen der Blätter mit einem feuchten Tuch, um Staub zu entfernen und die Photosynthese zu optimieren.
Häufige Probleme bei der Anthurium-Pflege
| Symptom | Ursache | Behandlung |
|---|---|---|
| Braune Blattränder | Zu viel Dünger oder zu trockene Luft | Düngermenge reduzieren; Sprühen |
| Gelbe Blätter | Staunässe oder Kälte | Weniger gießen; wärmeren Standort |
| Grüne statt rote Blüten | Lichtmangel | Helleren Standort wählen |
| Welke Blätter trotz Feuchtigkeit | Wurzelfäule durch Staunässe | Umtopfen; faulige Wurzeln entfernen |
| Keine neun Blüten | Nährstoffmangel | Regelmäßig mit Blumendünger versorgen |
Fazit: Exotische Eleganz für Fortgeschrittene
Die Anthurium ist eine etwas anspruchsvollere Zimmerpflanze, die ihre Pflege jedoch mit einer spektakulären und langanhaltenden Blüte belohnt. Mit der richtigen Balance aus Wärme, Luftfeuchtigkeit und Nährstoffen wird sie zum exotischen Highlight in Ihrer Pflanzensammlung. Für die optimale Nährstoffversorgung empfehlen wir den Compo Grünpflanzendünger und für das Substrat die COMPO SANA Orchideenerde als ideale Basis für eine lockere, durchlässige Erdmischung.











