Paprika und Chili selbst anbauen – von der Aussaat bis zur Ernte
Paprika und Chili zählen zu den faszinierendsten Fruchtgemüsen für Hobbygärtner. Die Farbpalette reicht von leuchtendem Grün und Goldgelb über sattes Orange bis zu tiefem Rot und Violett. Beim Geschmack ist die Bandbreite enorm: mild-süße Blockpaprika für den Salat, aromatische Spitzpaprika zum Braten und feurige Habaneros für scharfe Soßen.
Der Anbau beginnt früh: Schon im Februar oder März sollte man mit der Aussaat auf der Fensterbank starten, denn Paprika brauchen eine lange Entwicklungszeit. Die Samen keimen bei 22 bis 28 °C auf feuchter Anzuchterde und benötigen viel Licht. Ein Zimmergewächshaus oder eine Abdeckung mit Frischhaltefolie hält die Wärme. Nach der Keimung werden die Sämlinge pikiert und bei 18 bis 20 °C weiterkultiviert. Ab Mitte Mai, wenn keine Frostgefahr mehr droht, ziehen die Pflanzen an einen sonnigen, geschützten Platz im Freien.
Paprika und Chili lieben Wärme – ein Platz an einer Südwand oder im Gewächshaus ist ideal. Der Boden sollte humusreich, locker und gut durchlässig sein. Im Topf wachsen kompakte Sorten wie ‚Lunchbox‘ oder Apache-Chili problemlos. Wichtig ist eine gleichmäßige Wasserversorgung; Trockenstress führt zu Blütenfall und dünnwandigen Früchten. Für kräftige Pflanzen und hohe Erträge sorgt ein kaliumreicher Tomatendünger, der ab der Blüte wöchentlich verabreicht wird. Das Ausbrechen der ersten Königsblüte fördert die Verzweigung. Je nach Sorte können von Juli bis Oktober kontinuierlich Früchte geerntet werden.
