Rittersporn Delphinium

Rittersporn (Delphinium): Der blaue Traum im Staudenbeet

Mit seinen imposanten, himmelblauen Blütenkerzen ist der Rittersporn (Delphinium) eine der eindrucksvollsten Erscheinungen im sommerlichen Staudenbeet. Keine andere Staude erreicht ein derart reines, leuchtendes Blau, und kaum eine andere Pflanze verleiht einem Beet so viel vertikale Struktur. Wer den Rittersporn in seinen Garten holt, wird mit einer Blütenpracht belohnt, die ihresgleichen sucht.

Arten und Sorten im Überblick

Für den Garten sind vor allem die hochwachsenden Elatum-Hybriden und die etwas niedrigeren Belladonna-Hybriden von Bedeutung. Elatum-Hybriden erreichen Höhen von 120 bis 180 Zentimetern und bilden dicht gefüllte, oft halbgefüllte Blütenkerzen in Blau-, Violett- und Weißtönen. Die Sorte ‚Morgentau‘ besticht durch reinweiße Blüten mit dunklem Auge, während ‚Augenweide‘ mit tiefblauen, leicht gefüllten Blüten begeistert. Belladonna-Hybriden bleiben mit 80 bis 120 Zentimetern kompakter und sind oft standfester. Der heimische Wilde Rittersporn (Consolida regalis) ist eine einjährige Verwandte, die auf Äckern und Wiesen zu finden ist.

Standort und Boden

Rittersporn verlangt einen vollsonnigen, windgeschützten Platz und einen tiefgründigen, nährstoffreichen, kalkhaltigen Lehmboden. Staunässe und saure Böden verträgt er nicht. Vor der Pflanzung sollte der Boden großzügig mit Kompost und Hornspänen angereichert werden. Wegen seiner Höhe benötigt der Rittersporn zwingend eine Stütze – am besten bringt man Staudenhalter bereits beim Austrieb an, damit die Triebe hindurchwachsen können.

Pflege und Schnitt

Der Rittersporn ist ein Starkzehrer und benötigt regelmäßige Düngergaben – am besten im Frühjahr mit Kompost und während der Blüte mit einem flüssigen Staudendünger. Nach der ersten Blüte im Juni/Juli schneidet man die Stängel handbreit über dem Boden ab; bei guter Pflege erscheint dann im Spätsommer eine zweite, wenn auch weniger üppige Blüte. Vorsicht: Alle Pflanzenteile des Rittersporns sind stark giftig – beim Umgang mit der Pflanze empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen.

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