Hortensien richtig pflegen: Von Bauernhortensie bis Rispenhortensie
Hortensien (Hydrangea) sind die blühenden Stars im sommerlichen Garten. Mit ihren üppigen, kugelförmigen oder kegelförmigen Blütenbällen in Rosa, Blau, Weiß und Creme ziehen sie alle Blicke auf sich. Kein anderer Blütenstrauch bietet eine derart langanhaltende Blütenpracht – von Juni bis in den Oktober hinein schmücken die Blütenstände den Garten und setzen farbige Akzente.
Die wichtigsten Hortensien-Arten
Die Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) ist der Klassiker mit den großen, runden Blütenbällen. Ihre Blütenfarbe hängt vom pH-Wert des Bodens ab: In sauren Böden blüht sie blau, in alkalischen Böden rosa. Ein spezieller Hortensien-Dünger mit Aluminiumsulfat fördert die Blaufärbung. Die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) ist robuster und blüht auch an sonnigen Standorten zuverlässig mit großen, kegelförmigen Rispen, die sich im Herbst oft rosa verfärben. Die Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens), besonders die Sorte ‚Annabelle‘, beeindruckt mit riesigen weißen Blütenbällen und ist äußerst schnittverträglich.
Standort und Boden
Die meisten Hortensien bevorzugen halbschattige, windgeschützte Standorte mit humusreichen, feuchten, aber gut drainierten Böden. Besonders die Bauernhortensie reagiert empfindlich auf Staunässe und pralle Mittagssonne. Rispenhortensien vertragen etwas mehr Sonne. Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden – Hortensien sind Durststrecken-Künstler und lassen bei Wassermangel sofort die Blätter hängen, erholen sich aber nach dem Gießen rasch wieder.
Schnitt und Überwinterung
Ein häufiger Fehler ist der falsche Schnitt. Bauernhortensien blühen am vorjährigen Holz – wer sie im Frühjahr zurückschneidet, entfernt die Blütenansätze. Bei ihnen genügt es, verblühte Dolden im Frühjahr über dem nächsten Knospenpaar abzuschneiden. Rispen- und Schneeballhortensien hingegen blühen am neuen Holz und werden im zeitigen Frühjahr kräftig auf 30 bis 50 Zentimeter zurückgeschnitten. Kübelhortensien benötigen im Winter einen geschützten Platz oder einen guten Winterschutz aus Vlies und Jute.