Funkien (Hostas) – Die perfekten Blattschmuckstauden für schattige Gärten
Funkien, botanisch Hosta, gehören zu den beliebtesten Blattschmuckstauden für schattige und halbschattige Gartenbereiche. Mit ihren großen, oft panaschierten Blättern in Farben von tiefem Blaugrün über Gelb bis Weißbunt setzen sie dort Akzente, wo viele blühende Stauden kapitulieren. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Funkien richtig pflanzt, pflegst und vor ihrem größten Feind – Schnecken – schützt.
Herkunft und Eigenschaften
Hostas stammen ursprünglich aus Ostasien, vor allem aus Japan, Korea und China, wo sie in lichten Wäldern unter Bäumen wachsen. Diese Herkunft erklärt, warum sie so hervorragend für schattige Gartenbereiche geeignet sind, in denen viele andere Stauden nur spärlich wachsen. Es gibt mittlerweile mehrere Tausend Sorten, die sich in Blattgröße, Blattfarbe und Wuchshöhe stark unterscheiden – von winzigen Zwergsorten mit nur zehn Zentimetern Höhe bis zu imposanten Riesenhostas mit über einem Meter Durchmesser. Im Spätsommer bilden viele Sorten zusätzlich zarte, glockenförmige Blüten in Weiß oder Lila an langen Stielen.
Der richtige Standort
Die meisten Funkien bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen Standort. Als Faustregel gilt: Je dunkler die Blattfarbe, desto schattenverträglicher ist die Sorte. Gelb- und weißbunte Sorten vertragen dagegen mehr Sonne, benötigen dafür aber gleichmäßig feuchten Boden, da sie in praller Sonne sonst schnell Verbrennungen an den Blatträndern bekommen. Ideal sind Standorte unter lichten Bäumen, an Nord- oder Ostseiten von Gebäuden oder in Staudenbeeten, die am Nachmittag Schatten bekommen.
Boden und Pflanzung
Funkien lieben einen humusreichen, gleichmäßig feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Vor dem Pflanzen lohnt es sich, den Boden mit reichlich Kompost oder gut verrottetem Mist anzureichern, da Hostas sehr nährstoffhungrig sind. Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr oder der frühe Herbst. Setze die Pflanzen in einem Abstand, der ihrer erwarteten Endgröße entspricht – bei großwüchsigen Sorten durchaus 60 bis 80 Zentimeter, damit sich die imposanten Blattschöpfe voll entfalten können. Nach dem Pflanzen gründlich angießen und in den ersten Wochen auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten.
Gießen und Düngen
Hostas benötigen konstant feuchten Boden und vertragen keine längeren Trockenperioden – bei Wassermangel welken die großen Blätter sichtbar und werden anfälliger für Sonnenschäden. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Laubkompost hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und gleichzeitig Unkraut zu unterdrücken. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr mit einem organischen Langzeitdünger oder Kompost; eine zweite, leichtere Gabe im Frühsommer fördert kräftiges Blattwachstum. Ab August sollte nicht mehr gedüngt werden, damit die Pflanze rechtzeitig in die Winterruhe geht.
Der Kampf gegen Schnecken
Die größte Herausforderung bei der Hostenpflege sind Schnecken, die die zarten, saftigen Blätter besonders im Frühjahr regelrecht lieben. Junge Austriebe sind am stärksten gefährdet und können innerhalb einer Nacht komplett kahlgefressen werden. Bewährte Schutzmaßnahmen sind das abendliche Absammeln von Schnecken, Schneckenzäune oder -kragen um besonders wertvolle Pflanzen, sowie der Einsatz von eisenhaltigem Schneckenkorn, das für Haustiere ungefährlich ist. Auch der Griff zu robusteren, dickblättrigeren Sorten wie Hosta sieboldiana reduziert den Schneckenfraß spürbar, da diese Blätter fester und weniger schmackhaft sind.
Überwinterung und Teilung
Funkien sind in Deutschland vollkommen winterhart und ziehen im Herbst ihre Blätter ein. Das welke Laub kann im Herbst abgeschnitten oder bis zum Frühjahr stehen gelassen werden, da es der Pflanze und überwinternden Insekten Schutz bietet. Alle vier bis fünf Jahre lohnt sich eine Teilung im Frühjahr oder Herbst: Dazu wird die Staude ausgegraben, der Wurzelballen mit einem scharfen Spaten in mehrere Teile geteilt und diese werden neu eingepflanzt. Das verjüngt die Pflanze und liefert gleichzeitig neue Exemplare für andere Gartenbereiche.
Verwendung im Garten
Funkien eignen sich hervorragend als Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern, als Strukturgeber in schattigen Rabatten oder als Kübelpflanze für schattige Terrassen und Balkone. In Kombination mit Farnen, Frauenmantel oder Astilben entstehen abwechslungsreiche, pflegeleichte Schattenbeete, die auch ohne Blütenpracht durch ihre Blattstrukturen und -farben überzeugen.
Beliebte Sorten für unterschiedliche Ansprüche
Die Sortenvielfalt bei Hostas ist enorm, sodass für fast jeden Standort und Geschmack die passende Pflanze dabei ist. ‚Sum and Substance‘ überzeugt mit riesigen, gelbgrünen Blättern und ist zudem etwas schneckenresistenter als viele andere Sorten. ‚Blue Angel‘ bildet blaugraue, stark strukturierte Blätter und wächst besonders kompakt und schattenverträglich. Weißbunte Sorten wie ‚Patriot‘ setzen mit ihrem kontrastreichen Blattrand hübsche Lichtblicke in dunklere Gartenecken, benötigen dafür aber etwas mehr Licht als rein grüne Sorten. Für kleine Gärten oder Kübel eignen sich Zwergsorten wie ‚Blue Mouse Ears‘, die kompakt bleiben, aber dennoch die typische dicke, strukturierte Blattoberfläche zeigen, die Schnecken weniger anlockt als dünnere Blätter.
Krankheiten und weitere Schädlinge
Neben Schnecken können Hostas gelegentlich von Blattälchen (Nematoden) befallen werden, die sich durch braune, streifige Flecken zwischen den Blattadern bemerkbar machen. Befallene Blätter sollten entfernt und im Hausmüll entsorgt werden, da sich die Nematoden über Feuchtigkeit und Pflanzenreste verbreiten. Staunässe kann zudem Wurzel- und Kronenfäule begünstigen, weshalb ein durchlässiger Boden trotz des hohen Feuchtigkeitsbedarfs wichtig ist. Insgesamt gelten Funkien aber als robuste und langlebige Stauden, die bei den genannten Vorsichtsmaßnahmen jahrzehntelang im Garten verbleiben und von Jahr zu Jahr prächtiger werden.
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Fazit
Funkien sind mit ihrer enormen Sortenvielfalt und ihren dekorativen Blättern eine Bereicherung für jeden schattigen Garten. Mit humusreichem, feuchtem Boden, konsequentem Schneckenschutz und gelegentlicher Teilung entwickeln sich die Stauden über die Jahre zu prächtigen, pflegeleichten Blattschmuckpflanzen, die kaum Wünsche offenlassen.







