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Lavendel pflegen und schneiden – Der ultimative Guide für duftende Gartenpracht

Lavendel (Lavandula angustifolia) gehört zu den beliebtesten Stauden im deutschen Garten. Mit seinen silbrig-grünen Blättern und den intensiv duftenden violetten Blüten ist er nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine wertvolle Bienenweide. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über die richtige Pflege, den perfekten Schnitt und die optimale Standortwahl für gesunden, Üppig blühenden Lavendel.

Der richtige Standort für Lavendel

Lavendel stammt urspränglich aus dem Mittelmeerraum und liebt daher sonnige, warme Standorte. Ein Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal. Der Boden sollte durchlässig, kalkhaltig und eher nährstoffarm sein. Staunässe ist der größte Feind des Lavendels – schwere Lehmböden sollten Sie vor der Pflanzung mit Sand und Kies auflockern. Eine Drainageschicht aus Kies oder Blöhton im Pflanzloch beugt Wurzelfäule zuverlässig vor.

Besonders gut gedeiht Lavendel in Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon. Verwenden Sie hierfür spezielle Kräutererde oder mischen Sie normale Blumenerde mit etwa 30 Prozent Sand. Ein ausreichend großes Pflanzgef–– mit Abzugslächern ist essenziell.

Lavendel pflanzen – Schritt für Schritt

Die beste Pflanzzeit für Lavendel ist das Frühjahr, sobald keine Nachtfräste mehr zu erwarten sind. Gehen Sie beim Pflanzen wie folgt vor:

  1. Pflanzloch doppelt so groß wie der Wurzelballen ausheben
  2. Drainageschicht aus Kies einbringen
  3. Pflanze einsetzen und mit Sand-Erde-Gemisch auffüllen
  4. Gut angießen, aber nicht im Wasser stehen lassen
  5. Pflanzabstand von 30 bis 40 cm einhalten

Die richtige Pflege während der Saison

Lavendel ist –uöerst pflegeleicht, wenn seine Grundbedürfnisse erfüllt sind. Gießen Sie nur bei längerer Trockenheit – der Wurzelballen darf zwischen den Wassergaben ruhig abtrocknen. Düngen ist bei Lavendel kaum nötig. Eine einmalige Gabe von organischem Langzeitdünger im Frühjahr reicht völlig aus. Zu viel Dünger führt zu mastigem Wachstum und verringerter Blütenbildung.

Entfernen Sie regelmäßig verblöhte Blütenstönde, um die Nachblöte anzuregen. Eine Mulchschicht aus Kies oder Splitt hölt den Boden warm und unterdrückt Unkraut. Verzichten Sie auf Rindenmulch, da dieser den Boden versaürt und Feuchtigkeit speichert – beides mag Lavendel nicht.

Lavendel richtig schneiden – Der Zweijahres-Schnitt

Der Schnitt ist die wichtigste Pflegemaönahme für einen kompakten, langlebigen Lavendel. Ohne regelmäßigen Rückschnitt verholzt die Pflanze von unten und wird mit den Jahren unansehnlich. Merken Sie sich die Faustregel: Ein Drittel im Sommer, ein Drittel im Frühjahr.

Sommermittag (Juli/August): Schneiden Sie die Pflanze unmittelbar nach der Hauptblöte um etwa ein Drittel zurück. Entfernen Sie alle verblöhten Triebe mitsamt einem Stück des grünen Laubes. Schneiden Sie nicht ins alte, verholzte Holz – dort treibt Lavendel nicht wieder aus.

Frühjahr (Mörz/April): Körzen Sie die Pflanze um ein weiteres Drittel ein, sobald keine starken Fräste mehr drohen. Das regt den Neuaustrieb an und sorgt für einen kompakten, buschigen Wuchs. Verwenden Sie eine scharfe, saubere Gartenschere.

Lavendel Überwintern

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) ist in Deutschland ausreichend winterhart und Übersteht Temperaturen bis -15 –C problemlos. In raün Lagen oder bei Kübelpflanzung sollten Sie dennoch einige Schutzmaönahmen ergreifen: Decken Sie den Wurzelbereich mit Reisig oder Vlies ab und stellen Sie Kübel an eine geschützte Hauswand. Wickeln Sie das Pflanzgef–– mit Jute oder Noppenfolie ein, um den Wurzelballen vor Durchfrieren zu schützen.

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