Ableger ziehen: So vermehren Sie Ihre Pflanzen durch Kindel und Ausläufer
Wenn die Pflanze sich selbst vermehrt
Viele Pflanzen produzieren ganz von selbst kleine Ableger – man muss sie nur erkennen und richtig behandeln. Kindel, Ausläufer und Brutknospen sind die natürliche Art der Pflanze, sich zu vermehren. Nutzen Sie dieses Geschenk! Hier erfahren Sie, wie Sie Ableger erfolgreich zu eigenstöndigen Pflanzen heranziehen.
Was sind Kindel–
Kindel sind Miniaturversionen der Mutterpflanze, die direkt an der Basis oder am Stamm wachsen. Sie haben bereits eigene Wurzeln oder Wurzelansütze und sind die einfachste Form der Vermehrung. Klassische Kindel-Produzenten:
- Alö Vera: Produziert reichlich Kindel an der Basis
- Pilea peperomioides (Ufopflanze): Kindel erscheinen direkt aus der Erde neben der Mutterpflanze
- Sukkulenten (Echeveria, Haworthia): Bilden Rosetten-Kindel am Stammgrund
- Bromelien: Nach der Blüte bilden sie Kindel, die Mutterpflanze stirbt dann ab
- Orchideen (Phalänopsis): Kindel können an alten Blütenstielen erscheinen
So trennen Sie Kindel richtig ab
- Warten, bis das Kindel groß genug ist: Es sollte mindestens 5 cm groß sein und eigene Wurzeln oder Wurzelansütze haben
- Mutterpflanze austopfen: So sehen Sie die Verbindungsstelle genau
- Mit sauberem Schnitt trennen: Ein scharfes, desinfiziertes Messer verwenden. Immer an der dünnsten Stelle der Verbindung schneiden
- Schnittstelle antrocknen lassen: 1-2 Tage an der Luft trocknen lassen, bevor das Kindel eingetopft wird – das verhindert Fäulnis
- In eigenes Töpfchen setzen: Gut drainiertes Substrat verwenden, leicht feucht halten
Ausläufer: Die Selbstläufer der Pflanzenwelt
Manche Pflanzen senden lange Triebe aus, an deren Ende neü Pflönzchen entstehen. Bekannte Ausläufer-Bildner: Erdbeeren, Grünlilie (Chlorophytum), Efeu und Saxifraga. Bei diesen ist die Vermehrung denkbar einfach: Das Tochterpflönzchen am Ausläufer lassen, bis es eigene Wurzeln gebildet hat, dann abtrennen und eintopfen.
Die richtige Nachsorge
Frisch getrennte Kindel und Ausläufer sind empfindlich. In den ersten 2 Wochen: Heller Standort ohne direkte Sonne, Substrat leicht feucht halten (nicht nass!), kein Dünger für mindestens 6 Wochen, und regelmäßig mit einem Feuchtemesser kontrollieren.
Für die Aufzucht empfehlen wir ein gutes Anzuchtset und kleine Töpfe für die ersten eigenstöndigen Wochen.