Liguster-Hecke

Liguster-Hecke: Der pflegeleichte Sichtschutz für jeden Garten

Wenn es um blickdichte, pflegeleichte und langlebige Hecken geht, führt kaum ein Weg am Liguster (Ligustrum vulgare) vorbei. Der in Europa heimische Strauch ist ein wahres Multitalent: wächst schnell, verträgt fast jeden Schnitt, ist winterhart bis minus 30 Grad und bietet mit seinen cremeweißen Blütenrispen und schwarzen Beeren zudem einen ökologischen Mehrwert für Insekten und Vögel.

Arten und Sorten für die Hecke

Für Hecken wird meist der Gemeine Liguster (Ligustrum vulgare) oder die etwas frosthärtere Sorte ‚Atrovirens‘ verwendet, die ihr Laub im Winter besonders gut behält. Beide Arten sind in milden Wintern halb-immergrün – das Laub fällt erst im zeitigen Frühjahr mit dem Neuaustrieb ab. In strengen Wintern kann der Laubfall jedoch vollständig sein. Wer eine ganzjährig blickdichte Hecke wünscht, sollte auf den Wintergrünen Liguster (Ligustrum ovalifolium) zurückgreifen, der sein Laub zuverlässig hält. Die Goldliguster-Sorte ‚Aureum‘ setzt mit gelbgrünen Blättern farbliche Akzente.

Pflanzung und Bodenvorbereitung

Liguster ist bodentolerant und wächst auf sandigen wie lehmigen Böden gleichermaßen gut. Der optimale Pflanzzeitpunkt ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr. Pro laufendem Meter werden drei bis vier Pflanzen gesetzt – so entsteht innerhalb von zwei bis drei Jahren eine dichte Hecke. Vor der Pflanzung sollte der Boden tiefgründig gelockert und mit Kompost angereichert werden. Ein Pflanzschnitt – das Einkürzen aller Triebe um ein Drittel – regt die Verzweigung an und sorgt für einen buschigen Wuchs von Anfang an.

Schnitt und Pflege über das Jahr

Für eine formschöne Hecke sind zwei Schnitte pro Jahr ideal: Der erste erfolgt nach der Blüte im Juni, der zweite im August oder September. Liguster wächst bis zu 40 Zentimeter pro Jahr und verzeiht auch radikale Rückschnitte – notfalls treibt er selbst aus altem Holz wieder zuverlässig aus. Düngung erfolgt mit Kompost oder Hornspänen im Frühjahr. In extrem trockenen Sommern freut sich die Hecke über gelegentliche Wassergaben. Ein wichtiger Hinweis für Familien mit kleinen Kindern: Die Beeren des Ligusters sind schwach giftig und können bei Verzehr Übelkeit verursachen.

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