Kirschlorbeer richtig schneiden – Der große Schnitt-Ratgeber

Kirschlorbeer richtig schneiden – Der große Schnitt-Ratgeber

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist einer der beliebtesten immergrünen Heckengehölze in Deutschland – schnellwüchsig, blickdicht und pflegeleicht. Doch ohne regelmäßigen Schnitt wird aus der eleganten Hecke schnell ein ausladendes Ungetüm. Hier erfährst du, wann und wie du richtig schneidest.

Die besten Schnittzeitpunkte

Der Hauptschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr (Februar bis März), bevor der neue Austrieb beginnt. Ein zweiter, leichter Pflegeschnitt kann im Juni nach dem ersten Wachstumsschub erfolgen. Wichtig: Nach dem 30. September nicht mehr schneiden, denn junge Triebe brauchen Zeit zum Verholzen vor dem ersten Frost. Zudem gilt vom 1. März bis 30. September ein gesetzlicher Radikalschnitt-Schutz wegen brütender Vögel.

Schnitttechnik

Für Formschnitte eignet sich eine scharfe Heckenschere. Allerdings: Kirschlorbeer hat große Blätter, die von elektrischen Heckenscheren oft zerfetzt werden. Die optisch schönere Alternative ist die Hand-Heckenschere oder der gezielte Schnitt mit der Rosenschere. Schneide immer knapp oberhalb eines Blattknotens – so vermeidest du unschöne halbe Blätter, die braun eintrocknen.

Radikalschnitt und Verjüngung

Völlig überalterte oder innen verkalte Hecken vertragen einen kräftigen Rückschnitt bis ins alte Holz. Der beste Zeitpunkt dafür ist das zeitige Frühjahr. Schneide die Hecke auf 40 bis 50 cm Höhe zurück – sie treibt zuverlässig wieder aus und ist nach zwei Jahren wieder blickdicht.

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