Rindenmulch oder Rindenkompost — Was ist besser f–r deinen Garten?
Auf den ersten Blick sehen sie –hnlich aus — beide sind braun, riechen nach Wald und werden auf Beete gestreut. Aber Rindenmulch und Rindenkompost haben v–llig unterschiedliche Eigenschaften und Einsatzgebiete. Wer sie verwechselt, riskiert Wachstumsst–rungen und Stickstoffmangel bei seinen Pflanzen.
Rindenmulch: Schutzschicht f–r die Bodenoberfl–che
Rindenmulch besteht aus grob zerkleinerter, unkompostierter Baumrinde — meist von Nadelh–lzern. Er liegt AUF der Erde und dient als Mulchschicht: Er unterdr–ckt Unkraut, sch–tzt den Boden vor Austrocknung und Temperaturschwankungen, und verhindert Erosion bei Starkregen. Wichtig: Rindenmulch darf NICHT eingearbeitet werden. Im Boden zersetzt er sich und entzieht dabei massiv Stickstoff. Die Pflanzen vergilben und k–mmern.
Rindenkompost (Rindenhumus): Bodenverbesserer
Rindenkompost ist bereits fertig kompostierte und zersetzte Rinde mit feiner, humusartiger Struktur. Er wird IN den Boden eingearbeitet und verbessert dort die Bodenstruktur: Er lockert schwere B–den, erh–ht die Wasserspeicherkapazit–t sandiger B–den und f–rdert das Bodenleben. Anders als Rindenmulch ist er stickstoffstabilisiert und verursacht keine N–hrstoffblockade.
Faustregel f–r den Einsatz
Rindenmulch: Auf die Bodenoberfl–che, 5—8 cm dick. F–r Geh–lze, Staudenbeete, Wege. Vorher d–ngen (Hornsp–ne), um Stickstoffentzug auszugleichen.
Rindenkompost: In die oberen 10—20 cm des Bodens einarbeiten (3—5 Liter pro Quadratmeter). F–r Neupflanzungen, Bodenverbesserung, schwere B–den.
FAQ
Kann ich Rindenmulch selbst herstellen? Nur mit einem leistungsstarken H–cksler und viel Zeit. Frischer Rindenmulch muss vor der Verwendung mindestens ein halbes Jahr ablagern, um Gerbs–uren und Harze abzubauen, die das Pflanzenwachstum hemmen k–nnen.


