Clematis pflanzen und pflegen: Die Königin der Kletterpflanzen

Clematis pflanzen und pflegen: Die Königin der Kletterpflanzen

Die Clematis, auch Waldrebe genannt, gilt nicht ohne Grund als Königin der Kletterpflanzen. Mit ihren beeindruckenden, oft tellergroßen Blüten in nahezu allen Farben des Regenbogens verwandelt sie Mauern, Zäune, Pergolen und Rosenbögen binnen weniger Jahre in blühende Kunstwerke. Die Gattung umfasst rund 300 Arten mit über 2.000 Sorten – da ist für jeden Standort die passende dabei.

Die drei Clematis-Gruppen

Für den richtigen Schnitt ist die Einteilung in drei Schnittgruppen entscheidend. Gruppe 1 umfasst frühblühende Arten wie Clematis montana und C. alpina, die von April bis Mai blühen und nur bei Bedarf nach der Blüte eingekürzt werden. Gruppe 2 – die großblumigen Hybriden – blüht zweimal: im Mai/Juni am vorjährigen Holz und im August/September am neuen Holz. Sie werden nach der ersten Blüte nur leicht zurückgeschnitten. Gruppe 3 umfasst sommerblühende Arten wie Clematis viticella und C. tangutica, die erst ab Juni am neuen Holz blühen und jeden Herbst oder Frühling kräftig auf 30 Zentimeter eingekürzt werden dürfen.

Der ideale Standort

Der wohl bekannteste Gärtnerspruch zur Clematis lautet: „Füße im Schatten, Kopf in der Sonne.“ Tatsächlich bevorzugt die Pflanze einen sonnigen bis halbschattigen oberen Teil, während der Wurzelbereich beschattet sein sollte. Dies lässt sich durch Unterpflanzung mit niedrigen Stauden, eine Mulchschicht oder einen vorgelagerten Stein erreichen. Der Boden muss tiefgründig, humos und gut drainiert sein – Staunässe führt bei Clematis schnell zur gefürchteten Clematiswelke, einer Pilzerkrankung, die ganze Pflanzen innerhalb weniger Tage dahinraffen kann.

Pflanzung und Kletterhilfe

Die beste Pflanzzeit ist von August bis Oktober. Dabei wird die Clematis etwa 5 bis 8 Zentimeter tiefer gesetzt als sie im Topf stand – das schützt vor der Welke, da aus den vergrabenen Knoten Ersatztriebe wachsen können. Als Kletterhilfe eignen sich Rankgitter, Drähte oder Zäune mit einer Maschenweite von 1 bis 3 Zentimetern. Clematis sind Blattstielranker und winden ihre Blattstiele um dünne Strukturen – zu dicke Stäbe können sie nicht umgreifen.

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