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Pflanzen durch Teilung vermehren: So geht’s richtig

Deine Pflanze ist zu groß geworden und platzt fast aus dem Topf? Perfekt! Dann ist es Zeit für die Vermehrung durch Teilung. Diese Methode ist nicht nur einfach, sondern gibt dir auch gleich mehrere neue Pflanzen auf einmal. In diesem Artikel erfährst du, wie du Pflanzen durch Teilung vermehrst.

Welche Pflanzen lassen sich durch Teilung vermehren?

Die Teilung funktioniert bei allen Pflanzen, die horstige oder rhizombildende Wurzelsysteme haben – also Pflanzen, die mehrere Triebe aus einem gemeinsamen Wurzelstock treiben. Beispiele:

  • Grünlilie (Chlorophytum)
  • Farne (Nestfarn, Schwertfarn, Frauenhaarfarn)
  • Calathea und Maranta (Korbmarante)
  • Friedenslilie (Spathiphyllum)
  • Bogenhanf (Sansevieria)
  • Zyperngras
  • Bambus (als Zimmerpflanze)
  • Viele Stauden im Garten (Hostas, Taglilien, Astern)

Nicht geeignet für Teilung

Pflanzen mit einer zentralen Pfahlwurzel oder einem einzelnen, dicken Stamm lassen sich nicht teilen. Dazu gehören Monstera, Gummibaum, Drachenbaum und die meisten Bäume. Diese Pflanzen vermehrst du besser durch Stecklinge.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Teilung

Schritt 1: Vorbereitung

Bereite neue Töpfe mit frischer Blumenerde vor. Die Töpfe sollten etwas kleiner sein als der ursprüngliche Topf – die geteilten Stücke haben ja weniger Wurzeln. Lege Zeitungspapier als Unterlage aus und halte eine saubere, scharfe Schere oder ein scharfes Messer bereit.

Schritt 2: Austopfen

Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf. Klopfe überschüssige Erde ab, damit du den Wurzelballen gut sehen kannst. Falls die Pflanze festgewachsen ist, drücke den Topf ringsum oder klopfe ihn sanft gegen eine Tischkante.

Schritt 3: Teilen

Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Du hast mehrere Möglichkeiten:

  • Mit den Händen: Bei locker verwachsenen Pflanzen kannst du den Wurzelballen einfach mit beiden Händen auseinanderziehen.
  • Mit einem scharfen Messer: Bei fest verwachsenen Pflanzen den Wurzelballen mit einem sauberen, scharfen Messer durchschneiden.
  • Mit einer Säge: Bei extrem dichten, verholzten Wurzelballen (z. B. bei Farnen) hilft manchmal nur noch eine saubere Säge.

Wichtig: Jedes Teilstück sollte mindestens 2–3 gesunde Triebe und einen ausreichenden Wurzelanteil haben. Zu kleine Teilstücke wachsen schlecht an.

Schritt 4: Einpflanzen

Setze jedes Teilstück in einen eigenen Topf mit frischer Blumenerde. Die Pflanze sollte etwa auf der gleichen Höhe sitzen wie zuvor. Erde leicht andrücken und gründlich angießen.

Schritt 5: Erholungsphase

Stelle die geteilten Pflanzen für die ersten 1–2 Wochen an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Platz. Die Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein – besprühe die Blätter regelmäßig oder stelle eine durchsichtige Tüte über die Pflanzen. Kein Dünger in den ersten 6–8 Wochen – die Wurzeln müssen sich erst regenerieren.

Der beste Zeitpunkt zum Teilen

Der ideale Zeitpunkt ist das Frühjahr (März–Mai), wenn die Wachstumsphase beginnt. Du kannst die Teilung auch gut mit dem ohnehin fälligen Umtopfen kombinieren – zwei Fliegen mit einer Klappe!

Kombination mit Umtopfen

Die Teilung ist die perfekte Gelegenheit, um die Mutterpflanze zu verjüngen und ihr frische Erde zu geben. Verwende hochwertige Blumenerde und sorge für eine gute Drainage mit Blähton. So starten Mutterpflanze und Ableger gleichermaßen vital in die neue Saison.

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