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Storchschnabel als Bodendecker (Geranium) – Dauerblüher für jeden Standort

Storchschnabel als Bodendecker (Geranium) – Dauerblüher für jeden Standort

Storchschnabel (Geranium) ist eine der vielseitigsten Gattungen unter den Gartenstauden. Anders als die einjährigen Pelargonien, die umgangssprachlich oft fälschlich Geranien genannt werden, sind die winterharten Storchschnabel-Arten ausdauernde, völlig winterharte Stauden. Für den Einsatz als Bodendecker eignen sich besonders die wüchsigen, flächendeckenden Arten, die mit minimaler Pflege zuverlässig große Flächen begrünen.

Die Gattung umfasst über 400 Arten weltweit. Für den Garten als Bodendecker besonders relevant sind die wüchsigen, rhizombildenden Arten, die dichte Teppiche aus attraktivem Laub und unzähligen Blüten bilden.

Die besten Storchschnabel-Arten als Bodendecker

  • Geranium macrorrhizum (Balkan-Storchschnabel): Der unangefochtene König unter den Bodendecker-Storchschnäbeln. Immergrünes, aromatisch duftendes Laub, magenta-rosa Blüten von Mai bis Juli. Extrem robust, verträgt Sonne und Schatten, Trockenheit und Wurzeldruck. Höhe: 25–30 cm.
  • Geranium x cantabrigiense: Ein Hybrid mit flachem, teppichartigem Wuchs. Zartrosa Blüten, aromatisches Laub mit schöner Herbstfärbung. Perfekt für den Beetvordergrund. Höhe: 15–20 cm.
  • Geranium sanguineum (Blut-Storchschnabel): Tief karminrote Blüten von Juni bis September. Das Laub färbt sich im Herbst leuchtend rot. Ideal für sonnige, trockene Standorte. Höhe: 20–30 cm.
  • Geranium endressii (Pyrenäen-Storchschnabel): Zartrosa Blüten von Juni bis Oktober – eine der am längsten blühenden Arten. Frischgrünes Laub, gut für halbschattige Standorte. Höhe: 30–40 cm.
  • Geranium Rozanne: Die wohl berühmteste Storchschnabel-Sorte mit leuchtend blauen Blüten von Juni bis zum Frost. Sehr starkwüchsig, deckt große Flächen. Höhe: 40–50 cm.

Standort und Pflanzung

Die Standortansprüche variieren je nach Art, aber die meisten Bodendecker-Storchschnäbel gedeihen in Sonne bis Halbschatten. Der Balkan-Storchschnabel (G. macrorrhizum) ist die vielseitigste Art und kommt mit Sonne, Schatten, Trockenheit und selbst Wurzeldruck unter Bäumen zurecht.

Der Boden sollte humos und durchlässig sein. Vor der Pflanzung wird der Boden gründlich von Unkraut befreit – das ist die wichtigste Vorbereitungsmaßnahme für eine dauerhaft schöne Storchschnabel-Fläche. Pro Quadratmeter werden etwa fünf bis acht Pflanzen gesetzt.

Pflege und Rückschnitt

Storchschnabel als Bodendecker ist äußerst pflegeleicht:

  • Nach der ersten Blüte (Juli) können die Pflanzen bodennah zurückgeschnitten werden. Sie treiben innerhalb von zwei Wochen frisch aus und blühen im Spätsommer ein zweites Mal.
  • Eine jährliche Kompostgabe im Frühjahr reicht als Düngung aus.
  • In langen Trockenperioden freut sich der Storchschnabel über Wassergaben, kommt aber auch mit mäßiger Trockenheit zurecht.
  • Im Herbst können die Pflanzen zurückgeschnitten werden oder das Laub bleibt als natürlicher Winterschutz stehen.

Fazit: Die perfekte Bodendecker-Staude

Storchschnabel vereint alles, was man sich von einem Bodendecker wünscht: dichten, unkrautunterdrückenden Wuchs, monatelange Blüte, attraktives Laub und minimale Pflegeansprüche. Mit der richtigen Artenauswahl findet sich für jeden Standort – von der prallen Sonne bis zum trockenen Schatten – der passende Storchschnabel.

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