Orchideen richtig pflegen – Tipps für blühende Prachtexemplare
Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen Deutschlands. Mit ihren exotischen Blüten in nahezu allen Farben verwandeln sie jedes Fensterbrett in eine kleine Blumenausstellung. Die Pflege ist gar nicht so kompliziert, wenn man einige Grundregeln beachtet.
Der richtige Standort
Die meisten handelsüblichen Orchideen sind Phalaenopsis-Hybriden, auch Schmetterlingsorchideen genannt. Sie stammen aus tropischen Regenwäldern und wachsen dort als Aufsitzerpflanzen. Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne ist ideal – Ost- oder Westfenster sind perfekt. Die optimale Temperatur liegt zwischen 18 und 25 °C. Nachts darf es ruhig etwas kühler sein, das fördert die Blütenbildung.
Richtig gießen
Orchideen sterben viel häufiger an zu viel als an zu wenig Wasser. Gieße erst, wenn die Wurzeln im Topf silbrig-grau erscheinen – etwa alle 7 bis 10 Tage. Tauche den Topf für 10 Minuten in zimmerwarmes, kalkarmes Wasser und lass ihn danach gut abtropfen. Stehendes Wasser im Übertopf führt schnell zu Wurzelfäule.
Düngen und Substrat
Von März bis Oktober alle zwei Wochen mit speziellem Orchideendünger in halber Dosierung düngen. Orchideen sind Schwachzehrer und reagieren empfindlich auf Überdüngung. Alle zwei Jahre nach der Blüte in spezielles Orchideensubstrat aus grober Pinienrinde umtopfen – normale Blumenerde ist ungeeignet.
Nach der Blüte schneiden
Den Blütenstängel nicht sofort komplett abschneiden. Bei Phalaenopsis oberhalb des dritten Auges zurückschneiden – oft bildet sich dort ein neuer Seitentrieb mit weiteren Blüten. Vertrocknete Stängel können bodennah entfernt werden.
Ein hochwertiger Orchideendünger und das richtige Substrat sind die halbe Miete für blühende Prachtexemplare.