Dünger richtig dosieren

Dünger richtig dosieren – So vermeidest du Überdüngung und Wurzelschäden

„Viel hilft viel“ – dieser Grundsatz gilt bei der Pflanzendüngung leider nicht. Im Gegenteil: Eine Überdüngung kann deine Pflanzen schneller umbringen als ein Nährstoffmangel. Wir zeigen dir, wie du die richtige Dosis findest und typische Fehler umgehst.

Die goldene Regel: Weniger ist mehr

Die Herstellerangaben auf der Düngerflasche sind Richtwerte – und oft an der oberen Grenze des Notwendigen. Beginne grundsätzlich mit der halben empfohlenen Dosis und beobachte, wie deine Pflanze reagiert. Gerade in der lichtarmen Winterzeit ist der Nährstoffbedarf drastisch reduziert.

Anzeichen einer Überdüngung

  • Weiße Krusten auf der Substratoberfläche – auskristallisierte Düngesalze
  • Braune, welke Blattspitzen trotz feuchter Erde
  • Verbrannte Wurzeln: Die Wurzelspitzen verfärben sich schwarz und sterben ab
  • Plötzlicher Blattfall oder welke Triebe
  • Die Pflanze wächst stark, aber die Triebe sind weich und geil

Erste Hilfe bei Überdüngung

Wenn du den Verdacht hast, überdüngt zu haben: Sofort die Erde gründlich spülen. Stelle den Topf in die Badewanne oder unter den Wasserhahn und lass klares, zimmerwarmes Wasser mehrmals durch die Erde laufen. Das überschüssige Salz wird ausgeschwemmt. Bei stark geschädigten Pflanzen hilft oft nur noch Umtopfen in frische Erde.

Wann wird gar nicht gedüngt?

In folgenden Situationen solltest du komplett auf Dünger verzichten: Frisch umgetopfte Pflanzen (die neue Erde enthält genug Nährstoffe für 4–6 Wochen), kranke oder von Schädlingen befallene Pflanzen, in der Winterruhe (November bis Februar) sowie bei Trockenstress oder extremer Hitze.

Zur sicheren Dosierung empfehlen wir einen Dosierhilfe oder Messbecher für Flüssigdünger. So vermeidest du teure und ärgerliche Überdüngung.

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