Red terracotta flowerpots 26

Pflanzen teilen und Ableger nehmen: Vermehrung ohne Schere

Pflanzen teilen und Ableger nehmen: Vermehrung ohne SchereNicht jede Pflanze lässt sich durch Stecklinge vermehren. Viele Zimmerpflanzen produzieren natürliche Ableger oder lassen sich beim Umtopfen einfach teilen. Diese Art der Vermehrung ist besonders einfach und hat eine hohe Erfolgsquote. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Methoden es gibt und für welche Pflanzen sie sich eignen.## Teilung: Aus einer mach zweiDie Teilung ist die einfachste und sicherste Vermehrungsmethode. Du nimmst die Pflanze aus dem Topf und teilst den Wurzelballen mit einem scharfen Messer oder einer Säge in zwei oder mehr Teile. Jedes Teilstück muss ausreichend Wurzeln und Blätter haben, um selbstständig weiterwachsen zu können.Die Teilung eignet sich besonders für Pflanzen, die natürlicherweise Horste oder Büschel bilden: Farne, Grünlilien, Sansevieria, Zamioculcas, Calatheas, Maranthen, Friedenslilien und viele Gräser.So gehst du vor: 1. Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf 2. Entferne überschüssige Erde, sodass du den Wurzelballen gut sehen kannst 3. Suche natürliche Trennstellen, an denen sich die Pflanze teilen lässt 4. Trenne den Wurzelballen mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer Handsäge 5. Topfe jedes Teilstück in einen passenden Topf mit frischer Erde 6. Gieße vorsichtig an und stelle die geteilten Pflanzen an einen hellen, geschützten PlatzDer beste Zeitpunkt für die Teilung ist das zeitige Frühjahr, wenn die Pflanzen aus der Winterruhe kommen und in die Wachstumsphase starten.## Kindel: Die fertigen Mini-PflanzenManche Pflanzen bilden von selbst kleine Tochterpflanzen, sogenannte Kindel. Sie wachsen direkt an der Mutterpflanze und haben bereits eigene Wurzeln oder zumindest Wurzelansätze.Bromelien sind das bekannteste Beispiel: Nach der Blüte stirbt die Mutterpflanze ab, produziert aber vorher ein bis mehrere Kindel an der Basis. Diese Kindel werden abgetrennt, sobald sie etwa ein Drittel der Größe der Mutterpflanze erreicht haben und eigene Wurzeln zeigen.Auch bei Aloe vera, Haworthia, vielen Sukkulenten und manchen Kakteen bilden sich regelmäßig Kindel. Sie werden vorsichtig von der Mutterpflanze getrennt — bei Sukkulenten oft einfach abdrehen — und in eigene Töpfe gesetzt.Spiderworts (Tradescantia) und Bubiköpfchen (Soleirolia) bilden so dichte Polster, dass du einfach ein Stück mit Wurzeln heraustrennen und separat eintopfen kannst.## Ausläufer und RhizomePflanzen mit kriechenden Rhizomen oder oberirdischen Ausläufern vermehren sich von selbst. Der Gärtner muss nur die jungen Pflanzen abtrennen.Erdbeeren im Garten sind das klassische Beispiel für Ausläufer. Bei Zimmerpflanzen bilden einige Farne wie der Knopffarn (Nephrolepis) oder die Maranthe (Maranta leuconeura) unterirdische Ausläufer, an deren Enden neue Pflänzchen entstehen.Du trennst die jungen Pflanzen an der Verbindungsstelle zur Mutterpflanze ab und topfst sie ein. Sie haben in der Regel bereits Wurzeln und wachsen sofort weiter.## Brutzwiebeln und BrutknospenEinige Pflanzen bilden winzige Tochterzwiebeln oder Brutknospen aus, die zur Vermehrung genutzt werden können.Die bekanntesten Beispiele sind Amaryllis (Ritterstern) und andere Zwiebelpflanzen. Neben der Hauptzwiebel bilden sich kleine Nebenzwiebeln, die du beim Umtopfen abtrennst und separat eintopfst. Sie brauchen ein bis zwei Jahre, bis sie selbst blühfähig sind.Bei der Brutblatt-Pflanze (Kalanchoe daigremontiana) und verwandten Arten bilden sich winzige Pflänzchen direkt am Blattrand. Sie fallen von selbst ab und bewurzeln in der Erde – die einfachste Vermehrung überhaupt.## Ableger bei KletterpflanzenKletterpflanzen mit Luftwurzeln wie Monstera, Philodendron und Efeutute lassen sich auch ohne klassischen Steckling vermehren. Du kannst einen Trieb, der noch an der Mutterpflanze hängt, in einen separaten Topf mit Erde leiten und dort fixieren. Sobald die Luftwurzeln im neuen Topf Fuß gefasst haben, trennst du die Verbindung zur Mutterpflanze.Diese Methode heißt Absenker und hat den Vorteil, dass die Jungpflanze während der Bewurzelung weiter von der Mutterpflanze versorgt wird. Die Erfolgsquote liegt bei nahezu 100 Prozent.## Pflege nach der TeilungFrisch geteilte Pflanzen brauchen in den ersten Wochen etwas mehr Aufmerksamkeit:– Kein direktes Sonnenlicht: Die gestressten Wurzeln können den erhöhten Wasserbedarf bei Sonneneinstrahlung nicht decken – Gleichmäßige Feuchtigkeit: Die Erde sollte leicht feucht sein, aber nicht nass – Keine Düngung in den ersten sechs Wochen: Die Wurzeln müssen sich erst erholen – Erhöhte Luftfeuchtigkeit durch Besprühen oder eine Abdeckung hilft den Pflanzen, sich schneller zu etablieren## FazitTeilung und Ableger sind die unkompliziertesten Vermehrungsmethoden — fast nichts kann schiefgehen, und du bekommst sofort eine fertige kleine Pflanze. Beim nächsten Umtopfen einfach mal nachsehen, ob sich die Pflanze teilen lässt. So vergrößerst du deine Sammlung im Handumdrehen.Töpfe und Erde für Ableger: https://www.amazon.de/s?k=anzuchttopf+set+pflanzen+ableger&tag=pflanzengecko-21

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