Gießen nach Jahreszeit

Gießen nach Jahreszeit – So passt du die Wassermenge im Sommer und Winter an

Deine Pflanzen leben in deiner Wohnung – und damit im selben saisonalen Rhythmus wie du. Die Jahreszeiten sind der größte Einflussfaktor auf den Wasserbedarf deiner grünen Mitbewohner. Wer im Winter genauso gießt wie im Sommer, riskiert Wurzelfäule. Wir zeigen, wie du dein Gießverhalten saisonal anpasst.

Frühling (März–Mai) – Der Neustart

Die Tage werden länger, die Pflanzen erwachen aus der Winterruhe. Sobald du neues Wachstum siehst (neue Blätter, Triebe), kannst du die Gießmenge langsam steigern. Noch nicht auf Sommerniveau – erst wenn die Pflanze aktiv wächst, braucht sie mehr Wasser. Ab April/Mai beginnt auch die Düngesaison für die meisten Arten.

Sommer (Juni–August) – Die Hochsaison

Im Sommer verdunsten Pflanzen am meisten Wasser, besonders an heißen Tagen und bei direkter Sonneneinstrahlung. Gieße jetzt durchdringend, sobald die oberste Erdschicht trocken ist – bei vielen Pflanzen bedeutet das alle 2–5 Tage. Wichtig: Vormittags oder abends gießen, nicht in der prallen Mittagshitze. Wasser auf heißen Blättern wirkt wie ein Brennglas!

Herbst (September–November) – Der Übergang

Ab September reduziert sich das Wachstum spürbar. Fahre die Gießintervalle langsam hoch: Statt alle 3 Tage nur noch alle 5–7 Tage. Düngen ab Oktober einstellen – die Pflanzen bereiten sich auf die Ruhephase vor und können Nährstoffe nicht mehr verarbeiten.

Winter (Dezember–Februar) – Die Ruhephase

Im Winter herrscht Wachstumsstillstand. Gieße nur gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Sukkulenten brauchen jetzt vielleicht nur einmal im Monat Wasser, eine Monstera alle 2–3 Wochen. Führe den Finger-Test großzügig durch – lieber zu trocken als zu nass. Pflanzen-Hydrometer sind im Winter besonders hilfreich, weil die Erde langsamer und ungleichmäßiger trocknet.

Mit dieser saisonalen Anpassung vermeidest du den häufigsten Grund für das winterliche Pflanzensterben.

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