Säulenobst für Balkon und Terrasse – kompakt und ertragreich
Wenig Platz, aber Lust auf eigenes Obst? Säulenobst ist die perfekte Lösung für Balkon, Terrasse und kleine Gärten. Diese speziellen Züchtungen wachsen schlank nach oben, bilden kaum Seitentriebe und tragen ihre Früchte direkt am Hauptstamm. Auf einer Fläche von einem Quadratmeter lassen sich mehrere Sorten kultivieren.
Säulenäpfel sind die bekannteste Variante. Sorten wie ‚Rondo‘, ‚Sonate‘ oder die rotfleischige ‚Redlove‘ tragen je nach Sorte von August bis Oktober. Sie werden nur zwei bis drei Meter hoch und 30 bis 40 Zentimeter breit. Ein Pflanzkübel mit mindestens 30 Litern Volumen ist ideal. Auch Säulenbirnen, Säulenkirschen und sogar Säulenzwetschgen gibt es im gut sortierten Fachhandel. Grundsätzlich gilt bei Säulenobst: Die meisten Sorten sind nicht selbstfruchtbar, man sollte daher immer zwei unterschiedliche Sorten zur gegenseitigen Bestäubung zusammen pflanzen.
Die Pflege von Säulenobst orientiert sich an den konventionellen Obstsorten, ist aber durch die kompakte Wuchsform einfacher. Ein sonniger, windgeschützter Standort ist ideal. Die Kübel sollten im Winter mit Jute oder Vlies umwickelt werden, um die Wurzeln vor Frost zu schützen. Staunässe ist ebenso zu vermeiden wie völliges Austrocknen.
Ein besonderer Pflegetipp: Im Juni sollten die Früchte ausgedünnt werden, sodass nicht mehr als 20 Äpfel am Baum verbleiben – das fördert Qualität und Größe der verbleibenden Früchte und beugt Alternanz (wechselnde Erträge von Jahr zu Jahr) vor. Gedüngt wird im Frühjahr mit einem organischen Obstbaudünger, im Sommer kann man mit Kompost nachlegen. Wer diese Basics beachtet, erntet auch auf kleinstem Raum aromatische Äpfel, Birnen und Kirschen.