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Hopfen (Humulus lupulus) – Schnellwachsender Sichtschutz für Pergolen und Zäune

Hopfen (Humulus lupulus) – Schnellwachsender Sichtschutz für Pergolen und Zäune

Hopfen (Humulus lupulus) ist eine der am schnellsten wachsenden Kletterpflanzen überhaupt – unter idealen Bedingungen legt er täglich bis zu 20 Zentimeter zu und erreicht innerhalb einer Saison Höhen von sechs bis acht Metern. Damit ist er der unangefochtene Sprinter unter den Kletterpflanzen und die perfekte Wahl, wenn Sie schnell einen natürlichen Sichtschutz, eine schattenspendende Pergola oder eine begrünte Laube wünschen.

Hopfen ist eine mehrjährige, krautige Kletterpflanze, die im Winter oberirdisch abstirbt und im Frühjahr aus dem kräftigen Rhizom neu austreibt. Er ist zweihäusig – es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Nur die weiblichen Pflanzen bilden die charakteristischen, zapfenförmigen Blütenstände (Dolden), die für das Bierbrauen verwendet werden.

Standort und Bodenansprüche

Hopfen liebt die Sonne und Wärme. Ein sonniger bis halbschattiger, warmer Standort ist ideal. Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und feucht, aber nicht staunass sein. Als Starkzehrer benötigt der Hopfen viele Nährstoffe – magere Sandböden müssen vor der Pflanzung großzügig mit Kompost und organischem Dünger angereichert werden.

Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr (April/Mai). Das Pflanzloch sollte großzügig bemessen sein (40 × 40 × 40 cm). Eine Rhizomsperre kann sinnvoll sein, da sich der Hopfen über sein Wurzelwerk stark ausbreitet.

Rankhilfe und Kletterweise

Hopfen ist ein windender Kletterer – er umschlingt seine Kletterhilfe mit den Trieben. Anders als Rankenpflanzen wickelt er sich im Uhrzeigersinn um Stäbe, Seile und Drähte. Die Kletterhilfe sollte stabil, mindestens drei Meter hoch und ausreichend dimensioniert sein. Bewährt haben sich Spaliere, gespannte Drahtseile, stabile Schnüre oder Pergolen.

Die jungen Triebe müssen in den ersten Wochen vorsichtig in die gewünschte Richtung geleitet werden. Einmal in Schwung, wächst der Hopfen dann selbstständig weiter.

Pflege und Düngung

Hopfen ist ein extremer Starkzehrer. Eine wöchentliche Düngung mit organischem Flüssigdünger während der Wachstumsphase von Mai bis August ist empfehlenswert. Hornspäne oder gut verrotteter Kompost im Frühjahr sorgen für die Grundversorgung. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut.

Hopfen braucht viel Wasser, besonders während der Hauptwachstumsphase im Juni und Juli. Tägliches Gießen kann bei großer Hitze notwendig sein. Staunässe muss jedoch vermieden werden – eine Drainage im Pflanzloch schafft Abhilfe.

Im Herbst, nach dem ersten Frost, sterben die oberirdischen Triebe ab und werden bodennah abgeschnitten. Das Wurzelwerk ist absolut winterhart und treibt im nächsten Frühjahr wieder aus.

Die schönsten Hopfen-Sorten für den Garten

  • Humulus lupulus Aureus: Der Goldhopfen mit leuchtend goldgelbem Laub. Besonders dekorativ, aber etwas weniger wüchsig als die grüne Art. Perfekt als Zierpflanze.
  • Humulus lupulus: Die grüne Wildform, robust und extrem wüchsig. Ideal für große Flächen und schnellen Sichtschutz.
  • Humulus lupulus Cascade: Eine aromatische Brau-Sorte mit zitrusartigem Duft. Auch für Hobby-Brauer interessant.

Ökologischer Wert

Hopfen ist ökologisch wertvoll. Das dichte Blattwerk bietet Vögeln Nistplätze und Schutz. Die Blätter sind Futterpflanze für die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten wie des Tagpfauenauges und des Kleinen Fuchses.

Fazit: Der Turbo unter den Kletterpflanzen

Für alle, die schnell einen natürlichen Sichtschutz, eine schattenspendende Pergola oder einfach eine eindrucksvolle Kletterpflanze suchen, ist der Hopfen die erste Wahl. Innerhalb weniger Wochen verwandelt er kahle Zäune und Gerüste in grüne Wände. Wer den hohen Nährstoff- und Wasserbedarf nicht scheut, wird mit einem der schnellsten und üppigsten Kletterer im Pflanzenreich belohnt.

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